Das minimale Domizil

unopiù - divano Les Arcs

Das essenzielle Domizil

 

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Sessel Les Arcs mit Bespannung der Aluröhren aus 100% Acrylstoff Tempotest in kaffeebraun greige
Sofa Les Arcs aus Teak mit Bezug der Bögen aus 100% Acrylstoff Tempotest in kaffeebraun greige

unopiu - arredi Equinoxunopiù - arredi EquinoxDie Wände sind weiß, schmucklos, der penetrante Geruch frischer Farbe durchzieht das Zimmer. Auf dem Boden an der Wand lehnt das schwarz-weiße Portrait eines kindlichen Lächelns im Metallrahmen. Etwas weiter weg ragt aus einem Karton ein Stück zerknittertes, gelbes Tutu. Als ich es anfasse, bleibt ein wenig Staub auf den Fingerspitzen. Vor der Glaswand steht eine kleine Basilikumpflanze.

 

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Ich nehme sie und trage sie in den Garten, drehe mich um und blicke auf das Haus zurück. Ein Flachbau zu ebener Erde, der auf das Grün des gepflegten Gartens weist. Die Wand ist aus Glas, man sieht im Innern die großzügige, amerikanische Küche, die hohen, leichten Hocker. Der Teakholzboden führt bis nach draußen, zwei weiße Hocker vor einem glasklaren Beistelltisch, der die Sonnenstrahlen reflektiert, daneben ein geschlossener Sonnenschirm.

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Ich gehe hin, öffne ihn, sein Schatten fällt auf die Sitze. Ich setze mich mit geradem Rücken hin, doch dann entspanne ich mich, strecke die Beine aus, schließe die Augen. Es war ein sehr heißer Tag Ende Juli. Tommi trug diesen witzigen, kleinen Hut mit dem Ventilator, ging von einem Gast zum anderen mit einer Ladung Bier, wobei er sich ständig selbst bediente, obwohl sein Gesicht schon stark gerötet und seine Euphorie übertrieben war. Er nahm die Hände meiner Mutter, zog sie an sich und improvisierte mit ihr einen schlecht koordinierten Walzer. Ich war im sechsten Monat schwanger und bewegte mich unbeholfen inmitten der Freunde, die zur Einweihung unseres neuen Hauses gekommen waren. Ich lief barfuss auf dem Holzfußboden und stützte meinen dicken Bauch, schützte ihn vor dem Durcheinander. Mein geblümter Rock reichte bis zu den Füßen, um meine geschwollenen Knöchel zu bedecken, dazu trug ich eine Bluse aus hellblauem Leinen. Die vielen kleinen Armbänder am Handgelenk erzeugten bei jeder Bewegung einen zarten Klang. Die Haare in einem unordentlichen Pferdeschwanz mit einer roten Schleife.

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Meine Kusine Marta stellte die Musik leiser, versammelte die Freunde mitten im Garten und lud alle ein, die roten Pappbecher zu erheben. “Auf Giulia und Tommi, auf ihr neues Haus und die kleine Lucia. Wir können es gar nicht abwarten, dich zu sehen!“. Mir fällt ein Wassertropfen auf die Stirn, die Schläfe hinunter, er tropft mir ins Ohr. Ich öffne die Augen, der Himmel hat sich verdunkelt. Ich stehe auf und betrachte den Umriss auf dem Hocker, gehe zur Glaswand, berühre sie mit den Fingerspitzen und drehe mich um. Ich habe einen Regenmantel an und ziehe den Gürtel enger. Ich gehe zur Wand, beuge mich hinunter, nehme den Rahmen und lege ihn auf den Pappkarton, der letzte. Ich hebe ihn auf, drücke ihn an die Brust und suche mit einer Hand nach den Schlüsseln in der Tasche. Ich befinde mich zu ebener Erde, vor mir die offene Tür, der weitläufige Eingang ist leer, es bleibt nur der Abdruck des vor Jahren in Marokko gekauften Teppichs. Dreimal umschließen, und ich verlasse unser erstes Haus.

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